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Clifford Chance: Politicisation and the Digital Economy dominate global antitrust landscape - Trends 2018

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7 March 2018

Clifford Chance: Politicisation and the Digital Economy dominate global antitrust landscape - Trends 2018

Clifford Chance has published its fifth edition of its Global Antitrust Trends report bringing its unique mix of legal, economic and regulatory expertise to identify themes impacting domestic and international businesses.

Antitrust challenges are growing across the world. Over 130 jurisdictions now have antitrust laws, and that number continues to grow. The range of business practices giving rise to antitrust enforcement is likewise expanding, as are fines for antitrust infringements. Our global network of over 140 antitrust lawyers covers all the key hubs of Europe, Asia-Pacific and the US, enabling us to support our clients on their most complex and important antitrust matters across the world.

Our annual report, launched today, covers the four most significant themes of the current and future antitrust environment: Politicisation; Digital Economy; Merger Control and Enforcement.

Key findings include:

1. Politicisation –  There is growing political pressure for a fundamental change in the approach to antitrust enforcement.  Competition authorities are likely to respond with increased levels of intervention in the coming years and possibly more extensive scrutiny of competitive conduct on wages, particularly in the area of mergers.  In addition, recent and proposed legislation in a number of jurisdictions – including the EU, US, Russia, Australia and the UK – is increasing the risks of political interference in foreign takeovers.

2. Digital Economy –  We have entered a new paradigm for antitrust law applied to the digital economy. Pricing algorithms and businesses with data collection clout will be in regulators' ever-intensifying focus and online sales restrictions, fintech and IP licensing are also recurring enforcement themes.  Public and policy concerns about digital "juggernauts" are set to drive further changes to antitrust legislation and enforcement, such as transaction value thresholds in merger control, redefining digital markets and ever more focus on abuses of dominance by large online players.

3. Merger control – Antitrust agencies are intervening in more mergers, partly in response to growing public perceptions that markets have become too concentrated.  We are seeing more challenges on the basis of unusual theories of harm, such as the impact on innovation, common ownership of rivals by multiple investors, control of data and possibilities for tying, bundling and tacit collusion.  2017 saw the highest ever proportion of Phase 2 deals prohibited by the European Commission and the first court proceedings by the US Department of Justice against a vertical merger in over 40 years.  There has also been a significant worldwide rise in penalties for gun-jumping, failure to file and the provision of incorrect information.

4. Enforcement –  Fines for abuse of dominance broke new records in 2017 with the European Commission issuing its highest ever antitrust fine of €2.42 billion against Google.  Procedural infringements are also high on the agenda as antitrust authorities across the globe are taking a tougher stance.  Looking ahead, excessive pricing cases will remain in the spotlight, particularly in the pharma sector.

Thomas Vinje, Chairman of Clifford Chance Global Antitrust Group comments:

"There is a growing public perception around the world that markets have become excessively concentrated and that some businesses are too powerful. Some are calling for antitrust laws to pursue wider aims, such as fairness and the protection of employment and small businesses. Enforcers are responding with stricter merger control, the use of unusual theories of harm, a focus on excessive pricing and new scrutiny of the gathering and use of data.

In addition, heightened hostility to foreign takeovers has spurred new laws allowing Governments to intervene on ever-broader national security grounds. Many of these themes are playing out in the digital economy, but all sectors will be affected, ultimately. Sophisticated compliance will be required to achieve and maintain a competitive edge in the coming year."

Clifford Chance: Politisierung und Digitalisierung der Wirtschaft verschärfen Kartellrecht weltweit – Trends 2018

Kartellrechtliche Herausforderungen für die Wirtschaft nehmen weltweit zu. Über 130 Jurisdiktionen haben inzwischen Kartellgesetze, und diese Zahl wächst weiter. Auch die Bandbreite kartellrechtlich geahndeter Geschäftspraktiken und das Maß der Sanktionen werden immer weiter ausgedehnt.

Die internationale Anwaltssozietät Clifford Chance hat in dieser Woche zum fünften Mal die jährliche Studie "Global Antitrust Trends" veröffentlicht. Die Studie bietet eine aussagekräftige Kombination rechtlicher, wirtschaftlicher und regulatorischen Fach- und Marktinformationen. Die Analyse soll Unternehmen bei der Identifikation von Themen helfen, die sich auf ihr nationales und internationales Geschäft auswirken.

Der neue Jahresbericht fokussiert auf zentrale Themen des aktuellen und künftigen Wettbewerbsumfelds – hier die wichtigsten:

1. Politisierung – Der politische Druck hin zu grundlegenden Änderungen des Kartellrechts wächst. Wettbewerbsbehörden dürften künftig verstärkt intervenieren, etwa mit Blick auf den allgemeinen Verbraucherschutz. Auch wächst aufgrund geplanter oder schon verwirklichter Gesetzesinitiativen in der EU, den USA, Russland, Großbritannien und Australien die Wahrscheinlichkeit politischer Einflussnahme bei Übernahmen durch ausländische Investoren.

2. Digitale Wirtschaft – Die kartellbehördliche Aufmerksamkeit für Themen der digitalen Wirtschaft hat eine neue Intensität erreicht. Preisalgorithmen und Big-Data-Unternehmen geraten immer stärker in den Fokus. Behörden werden bei Online-Verkaufsbeschränkungen, Fintech- und IP-Lizenzierung zunehmend aktiv. Bedenken aus Öffentlichkeit und Politik mit Blick auf digitale Giganten sind Treiber für Änderungen der Kartellgesetzgebung und -durchsetzung, etwa durch Transaktionswertschwellen bei der Fusionskontrolle, die Neudefinition digitaler Märkte oder die Verfolgung marktmissbräuchlicher Praktiken großer Online-Akteure.

3. Fusionskontrolle – Kartellbehörden greifen häufiger bei Zusammenschlussvorhaben ein. Dabei stützen sie sich zunehmend auf ungewöhnliche Schadenstheorien, etwa hinsichtlich Auswirkungen auf Innovation, einer gemeinsamen Eigentümerschaft von Marktkonkurrenten durch mehrere Investoren oder einer Kontrolle von Daten, ihrer Kopplung und dadurch möglichen stillschweigenden rechtswidrigen Absprache. 2017 untersagte die Europäische Kommission die bislang höchste Zahl von Transaktionen. Zum ersten Mal seit 40 Jahren ging das US-Justizministeriums gerichtlich gegen einen vertikalen Zusammenschluss vor. Zu verzeichnen war auch ein signifikanter Anstieg von Bußgeldern gegen Unternehmen für den vorzeitigen Vollzug von Zusammenschlüssen (gun-jumping), Anmeldeversäumnisse oder Lieferung von Falschinformationen.

4. Durchsetzung – Weltweit greifen Kartellbehörden schärfer durch. Bußgelder wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung sind 2017 auf neue Rekordwerte geklettert. Die Europäische Kommission hat mit 2,42 Milliarden Euro gegen Google ihr bislang höchstes Kartellbußgeld verhängt. Auch Verfahrensverstöße nehmen die Behörden zunehmend in den Blick. Künftig werden auch überhöhte Preise, insbesondere im Pharmabereich, in den Fokus geraten.

"Weltweit wächst die öffentliche Wahrnehmung, dass manche Märkte zu stark konzentriert und einige Unternehmen darin zu marktbeherrschend seien", sagt Thomas Vinje, Leiter der Global Antitrust Group von Clifford Chance. "Der Ruf nach schärferen Kartellgesetzen wird lauter, etwa zur Sicherung fairer Marktzugangsregeln oder zum Schutz von Arbeitsplätzen und kleineren Unternehmen. Kartellbehörden reagieren mit einer strengeren Prüfung von Zusammenschlüssen und ungewöhnlichen neuen Schadenstheorien. Und sie kontrollieren verschärft die Preisbildung und die Erfassung und Nutzung von Big Data."

"Spürbar ist auch eine zunehmende Abwehr von Übernahmen durch ausländische Akteure. Mit Hilfe immer weiter ausgedehnter nationaler Sicherheitsvorkehrungen sichern sich nationale Behörden Eingriffsmöglichkeiten. Neben der digitalen Wirtschaft dürften davon künftig alle regulierten Sektoren betroffen sein. Wer trotz dieser wachsenden Hürden Wettbewerbsvorteile erzielen oder erhalten will, braucht eine ausgefeilte Unternehmens-Compliance."

Das weltweite Clifford Chance-Beraternetzwerk von über 140 Kartellrechts-Spezialisten kennt die Rechtspraxis und Marktbedingungen in allen wichtigen Wirtschaftszentren in Europa, Asien und den USA. Dadurch können wir unsere Mandanten bei komplexesten kartellrechtlichen Herausforderungen länderübergreifend in aller Welt unterstützen.